Tipps zur Hundehaltung:

Hundeerziehung – Dominanz - zurück

Die Essgebärde
1. Tun Sie so als ob Sie aus seinem Futternapf essen würden während Sie das Futter zubereiten.
2. Füttern Sie Ihren Hund immer, nachdem Sie gegessen haben, wenn dies etwa zur selben Zeit geschieht.

Erklärung: Ranghohe Tiere essen immer zuerst und geben wenn überhaupt, das Futter nur freiwillig ab.

Das Spiel
1. Lassen Sie sich von Ihrem Hund nicht im Spiel beißen. Sagen Sie bestimmt „Pfui“, und brechen das Spiel ab.
2. Spielen Sie, so oft wie möglich mit Spielzeug, aber gewinnen immer Sie, und behalten Sie am Ende das Spielzeug.

Beachtung
1. Gestatten Sie Ihrem Hund nicht, erfolgreich Beachtung zu fordern. Zeigen Sie ihm nur auf ihre eigene Initiative Zuneigung.
2. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund Ihnen in Türdurchgängen immer den Vortritt lässt.
3. Steigen Sie nicht über Ihren Hund oder um ihn herum, wenn er im Weg liegt. Lassen Sie ihn Platz machen.
4. Wenn Sie mit Ihrem Hund spazieren gehen, wechseln Sie öfter ohne Vorwarnung die Richtung.
5. Gestatten Sie Ihrem Hund nicht auf sich zu liegen.

Hund und Kinder
1. Lassen Sie Ihre Hunde und Kinder niemals unbeaufsichtigt allein.

Erklärung: Kinder werden niemals als Führungstiere akzeptiert.


Noch ein Hinweis zur Beißhemmung:

Im Wolfsrudel oder in der Hundemeute dürfen junge Welpen fast alles. Im Spiel beißen sie ihre Mutter, Geschwister und andere Rudelmitglieder in Ohren, Lefzen und Schwänze und gehen dabei teilweise ziemlich grob vor. Je älter die Welpen jedoch werden, desto intoleranter werden die anderen Rudelmitglieder gegenüber diesen spielerischen Angriffen. Mit 18 Monaten haben sie den Welpen eine natürliche Beißhemmung anerzogen. Ohne diese Beißhemmung wäre ein Überleben in der natur unmöglich, da jede kleine oder größere Auseinandersetzung zu schweren Verletzungen und zum Tod führen könnte. Die Natur ist gnadenlos.

Wird ein Welpe mit 8, 10 oder 12 Wochen von der Mutter entfernt und in eine menschliche Familie aufgenommen, so ist dieser Lernprozess noch nicht abgeschlossen. Die Familie muss da weitermachen, wo die Mutter aufgehört hat, d.h. kein Familienmitglied darf spielerisch Beißen durch den kleinen Hund dulden.

Abschließend:
Warten Sie bei Verhaltensproblemen nicht bis Verhaltensmuster fest verankert sind, sondern holen Sie rechtzeitig fachkundigen Rat ein.

Verhaltenstherapie ist dann erfolgreich, wenn ALLE Familienmitglieder mithelfen, am gleichen Strang ziehen und genügend Geduld und Ausdauer aufbringen.


Tel. 0664/3811620
Mail: pfatschbacher@hundeseelen.at